Futterverweigerung bei Jungschlangen:

 

Verweigert Ihre junge Schlange über mehrere Wochen das Futter, kann das durchaus verschiedene Ursachen haben.

 

Wenn sich das Tier nicht gerade in der Häutungsphase befindet, zusehends immer mehr abnimmt und nicht weiter wächst, ist dies sehr ernst zu nehmen und ein umgehender Besuch beim Reptilien-Tierarzt somit unvermeidbar!

 

Unsere Reptilientierärzte in Hamburg:

http://www.reptilientierarzt-hamburg.de

http://www.tierarztpraxis-klingberg.de

 

Gerade bei Neuerwerbungen mit entsprechendem Umgebungswechsel können sensible Tiere leicht Flagellaten (lat. Flagellum = Peitsche, Geißel) bekommen. Diese sind eine Gruppe einzelliger, eukaryotischer Lebewesen, die über peitschenähnliche Zellfortsätze, die Geißeln, verfügen. Grundsätzlich sind Flagellaten nicht so schlimm, solange diese nicht überhand nehmen, was der Tierarzt durch die Entnahme einer Kotprobe leicht feststellen kann!

Stellt der Tierarzt keine Erreger im Kot fest, was schon mal sehr positiv ist, kann eine weitere Möglichkeit für das Verweigern von Futter sein, dass die junge Schlange in einem großen Terrarium (zumeist mit mehreren Tieren zusammen gehalten) zu viel Stress hat.

Wir raten daher, diese Tiere in ca. 30cm X 30cm X 30cm kleinen Terrarien (oder Ähnlichem) mit Versteck- und Häutungsmöglichkeiten umgehend zu separieren und möglichst wenig zu stören.

Meistens nehmen die geschwächten Kornnattern schon nach kurzer Zeit wieder Futter zu sich.

Hat das Tier bereits über mehrere Wochen das Futter verweigert, raten wir es mit Hilfe einer Spritze und eines Katzenkatheters oder einer Kopfkanüle 2-3 mal im Abstand von 3 Tagen künstlich mit CONVALESCENCE SUPPORT von ROYAL CANIN (beim Tierarzt oder im Fachhandel erhältlich) und Bioserin (Appetitanreger) zu ernähren.

Die Anwendung:  0,1 bis 0,3 ml pro Tier,  je nach Größe.

So kommt der Verdauungstrakt langsam wieder in Gang und die Schlange nimmt danach meistens wieder selbständig Futter zu sich.

 

Verweigert sie trotz allem das Futter, bleiben Ihnen noch folgende Möglichkeiten:

Sie können versuchen,

- lebende Mäuse anzubieten.

- statt “normalen” Mäusen, andere Mäuse, z.B. Vielzitzenmäuse, zu füttern.

- bei Frostmäusen das Futtertier zu erwärmen.

- das Futtertier am Kopf so anzuritzen, dass etwas Gehirnflüssigkeit fließt.

- das Futtertier zu halbieren.

- statt einer Maus ein Rattenbaby anzubieten.

- das Futtertier kurz in Hühnerbrühe zu tauchen.

- Oberschenkel von Eintagsküken zu füttern.

 

Bei uns hat die Methode mit den Oberschenkeln und den Vielzitzenmäusen "Wunder" gewirkt!

Es kann allerdings trotz aller Bemühungen passieren, dass das Tier es nicht schafft und nicht überlebt.

Um den genauen Grund für das Versterben der Kornnatter herauszufinden, bleibt nur die Möglichkeit, das Tier vom Tierarzt sezieren zu lassen, was aber unmittelbar nach dem Versterben passieren sollte.

Bei Verlust gleich mehrerer Tiere mit diesen Symptomen ist es sogar anzuraten, eines zu "opfern" und es lebend zum Tierarzt zu bringen, damit es vor Ort getötet und sofort untersucht werden kann um einen weiteren Verlust zu vermeiden.

Dies ist evtl. nötig, da über die Kotuntersuchung längst nicht alle Krankheiten erkannt werden können.

Wir raten daher JEDEM Käufer, neu erworbene Tiere in Quarantäne zu setzen und sie vorsorglich einem Reptilien-Tierarzt vorzustellen, um den eigenen Bestand vor eventuellen Krankheitskeimen zu schützen!!

 

Wir haben aus unseren Anfangsfehlern gelernt und hoffen, dass Ihnen diese Zeilen helfen können, Ihre Tiere gesund zu erhalten!

 

Sie erreichen uns per Mail unter: info@kornnattern.net

 

Kornnattern - Hamburg - Tonndorf


 

Letztes Update: 10.12.17

Unter: Abgabetiere 2017

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